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Afrikanische Metallreifen als Wertmesser IV:
konga – Beinstulpen der Bakutu in der Demokratischen Republik Kongo
konga anklets of the Bakutu, Democratic Republic of Congo
Jambières konga des Bakutu du République Démocratique du Congo
Rolf Denk
Wie in dem Beitrag zu den konga Kupferstabbarren schon dargelegt wurde, ist das Mongo–Wort konga mehrdeutig, und die so bezeichneten Gegenstände lassen sich ohne detaillierte Beschreibung oder erklärendes Foto nicht identifizieren (Denk, 2010). Hier wird über ein weiteres in der Literatur konga genanntes Objekt berichtet, das sich eindeutig als ein charakteristisch geformter Beinschmuck, der auch Zahlungsmittel- Funktion hatte, erkennen ließ.
Fast genau so schwierig wie die Bedeutungszuordnung des Begriffs konga gestaltete sich die Benennung und Lokalisation der Bakutu-Ethnie. Ohne Zweifel steht fest, dass die Bakutu zur großen Mongo-Gruppe im Kongo- Becken gehören.
Im Anhang der ethnographischen Reisebeschreibung 'Across Equatorial Africa' von Migeaod (1923) wird die Bakutu - Sprache als praktisch identisch mit der Nkundo - Sprache aufgelistet (S. 381).
Bei Biebuyck et al. (1996) wird unter Bakutu auf die Schreibweise ohne das Präfix "Ba", also auf Kutu verwiesen. Unter Kutu sind zwei verschiedene Ethnien aufgeführt: die Kutu in Tansania und die Kutu in Zaire [heute Demokratische Republik Kongo] letztere mit den Schreibvarianten Bakucu, Bakutu und Kucu. Die Kutu in Tansania scheiden für die vorliegende Betrachtung aus.
Murdock (1959) gliedert die Stämme der "Mongo Provinz" in 11 große Untergruppen auf. Dabei klassifiziert er die Ngombe mit den Kutu (Bakoutou, Bakutu) sowie Linga und Ntomba zu einer Gruppe. Nach Hirschberg (1965) leben am unteren Tshuapa die Linga, für die er die Synonyme Balinga, Baringa, Elinga, Waringa, Kutu-Nkole und Bakutu angibt. Entsprechend seiner beigefügten Karte leben die Linga in dem Landzwickel, der von den Flüssen Tshuapa und Lomela begrenzt wird.
Wenn man die Linga mit den Bakutu in Beziehung bringt oder sogar identifiziert,so erstreckt sich deren Siedlungsgebietgenau wie zuvor bei Hirschberggezeigt zwischen Tshuapa und Lomela,was auch der kartographischen Lokalisationder Balinga durch Maes undBoone (1935, S. 101f) entspricht (TafelXXVII Karte 3).
Bei Maes und Boone werden zu den Balinga keine Synonyme oder Untergruppen mit dem Namen Bakutu aufgeführt. Eine eigenständige Ethnie Bakutu oder Kutu ist von diesen Autoren nicht registriert. Allerdings findet sich bei den Boyela1 (Tafel XXVI Karte 1 und Tafel XXVII Karte 2), einer Ethnie, die zum kleineren Teil ebenfalls zwischen den Flüssen Tshuapa und Lomela siedelt, die Anmerkung, dass sie sich selbst Bokutu und im Plural Bakutu nennen würden (S.221). Noch verwirrender wird die Namensverwendung, wenn man bei den gleichen Autoren lesen kann, dass auch die Bakuti, die südwestlich vom Lac Tumba (Ntumba) in der Nähe des Zaire-Stromes wohnen, von einzelnen Forschern als Bakutu bezeichnet werden (S.90). Letztlich wurden auch die Bankutshu im Quellgebiet von Lomela und Lukenie gelegentlich als Bakutu angesprochen (S.147)
Der Abschnitt 'Les peuples de la cuvette'in Vansinas 'Introduction à l'ethnographiedu Congo' ist mit einer Karte(1966, S. 81) versehen, auf der die Kutu(Bakutu) in der Landregion zwischenTshuapa und Lomela lokalisiert sind(Tafel XXVII Karte 2).
Auch Baumann (1975 / 79) legt ebenso wie Vansina das Wohngebiet der Bakutu zwischen die Flüsse Tshuapa und Lomela. Dies ist identisch mit dem Wohngebiet der Balinga bei Maes und Boone (Tafel XXVII Karte 3).
Sulzmann (1947) hat in ihrer Promotionsarbeit eine detaillierte Aufstellung der Mongo Völkergruppe von van der Kerken mit geringen Modifikationen übernommen2. Die Gliederung erfolgt in drei Hauptgruppen:
A. Mongo im engeren Sinn B. Mongo im weiteren Sinn C. Mongo der Tetela-Gruppe
Unter B. Mongo im weiteren Sinn [insgesamt 4 Untergruppen] sind unter II. die Bakutu (Bakela und Boyela) als Südost-Mongo und unter III.die Kutu, Ntomba und Ngombe des Lomela-Beckens genannt. (Tafel XXXVI Karte 4)
Van der Kerken (1944) schreibt, dass
die Gruppen unter den Namen Bakela
(Territoire de Lomela), Boyela (Territoire
d'Ikela) sowie die Balanga (oder
Bakuti), die Ngombe (Territoire de
Kindu) und die Bambuli (Territoire de
Katako-Kombe einen einzigen Volksstamm
bilden, weil sie gemeinsame
Ahnen haben und denselben Dialekt
sprechen (S.697). "Le dialecte des Bakutu
(Bakela et Boyela) et très rapproché des
dialectes Nkundu, Mbole und Boska."
Joseph Bongango, selbst ein Angehöriger
der Mongo-Völkergruppe, hat
in seiner Monographie 'L'organisation
sociale chez les Mongo de Basankusu et
sa transformation' (2008, S.29ff) die
Mongo-Ethnien der Provinz Equateur in
den vier Unterregionen (Equateur,
Mbankaka, Tshuapa und Mongala) aufgelistet.
Für die Unterregion Tshuapa
hat er in der Zone Boende (Tafel XXVI
Karte 1) u. a. die Mongo-Gruppe
Bakutu und in der Zone Ikela die drei
Mongo-Gruppen Topoke, Lalia und
Boyela(3 von 13) genannt. In Anhang 5
'Les peuples de la république du Zaire',
der auf der Monographie von Maes und
Boone (1935) beruht sind u. a. die Balinga,
Boyela und Lalia genannt - aber
keine Bakutu.
Es gibt noch zwei weitere Publikationen,
in denen die Bakutu genannt
und auf die Herstellung und Verwendung
der konga eingegangen wird, die
ich aber wegen unvollständiger
Zitatangaben nicht finden kann. Es
handelt sich dabei um die von Emma
Maquet zitierten Autoren3
- von Seite 12:
Burhin: Notes sur la fabrication
des Konga, anneaux de cheville des
femmes Kutu. ??, 1936
- von Seite 12:
Lamote, M. C.: Congopresse, bulletin
bimensuel du Secréteriat Général
du Congo Belge no. 31,
232/5 à 19 (o. J.)
Als Zwischenzusammenfassung lässt
sich festhalten, dass die Bakela und die
Boyela oder Teile von ihnen als Bakutu
in dem Landstrich zwischen den
Flüssen Tshuapa und Lomela bezeichnet
werden. Allerdings taucht der Name
Bakutu auch in Verbindung mit anderen
Ethnien angrenzender Regionen
auf.
Die beiden Publikationen zur Herstellung
der großen konga Beinstulpen von
Burhin und Lamote standen hier, wie
schon dargelegt, nicht zur Verfügung.
Maquet (1965, S.12 ff) hat aber aus diesen
Dokumenten die Anfertigung der
konga Beinstulpen durch Schmiede der
Kutu der Region Boende gut bebildert
dargestellt:
Die Schmiede zerklopfen mit einem
flachen Holzstück einen Bananenstrunk
auf einem Klotz, der gewöhnlich zur
Stützung des eisernen Ambosses dient,
zu Fasern (Tafel XXVIII Abb.1). Aus
diesen Fasern wird ein kleines Kissen
geformt. Mit diesem wird der Schmelztiegel
umhüllt, wenn er den geschmolzenen
Gelbguss enthält (Tafel XXVIII
Abb.2 und Tafel XXIX Abb.4). Eine
runde, dickwandige, aus Ton gebrannte
Schale bildet den Schmelztiegel.
Die Gießmulde wird folgendermaßen
vorbereitet: Ein ovaler Holzbehälter
(luako) mit zwei Griffen wird mit Ton
(Sand) gefüllt. In den Ton (Sand) wird
mit einem Holzmodel4 (iyeli) (Tafel
XXXVI Abb.23) eine Gussform eingedrückt,
und mit einem kleinen Hammer
(ekuoma) klopft der Schmied den Model
fest in die Formmasse (Tafel XXIX
Abb.3). Nach Entfernung des Models
wird das geschmolzene Kupfer [Gelbguss5]
in die Form gegossen und in ihr
mit einem flachen Holz verteilt (Tafel
XXIX Abb.4).
Mit demselben Holz wird der heiße
Beinstulpenrohling der Form entnommen
(Tafel XXX Abb.5). Danach folgt
das Runden der noch flachen konga
Stulpenscheibe durch Bearbeitung mit
einem großen Holzschlägel. Dazu wird
das Gussstück umgedreht auf einen auf
dem Boden liegenden und mit einer
Aussparung versehenen Holzbalken
platziert. Ein annähernd ovales Holzstück
liegt auf dem Gussstück, damit es
von den Hammerschlägen nicht direkt
getroffen wird (Tafel XXX Abb.6).
Nach diesem ersten Bearbeitungsgang
steckt der Schmied die roh gerundete
Stulpe auf einen Holzstab, der in etwa
der Dicke eines Unterschenkels entspricht,
um die Enden der Stulpe bis zu
einem fast vollständigen Reif zusammen
zuhämmern (Tafel XXXI Abb.7).
Abschließend werden die Stulpen mit
einem Stein poliert und ein Linienmuster
eingraviert. Auf Tafel XXXI Abb.8,
auf einem von Lamote etwa 1950 aufgenommenem
Foto, sind zwei Bakutu
Frauen zu sehen, die vor einer Hütte
sitzend ihre konga Beinstulpen glänzend
polieren.
Diese Endbearbeitung findet an einer
perfektionierten Arbeitsbank statt. Der
Arbeitsbalken liegt etwa 40 cm über
dem Boden auf zwei in den Boden eingelassenen
Astgabeln (Tafel XXXI
Abb.7).
Es gibt keine Angaben zur Temperatur
des Gussstückes während der Formung.
Wahrscheinlich wartet man nicht bis
das Gussstück kalt ist. Für Maquet erscheint
das Gussstück länger als die
Matrize, so dass die Stulpe offensichtlich
durch die Bearbeitung mit dem
Schlägel eine Vergrößerung erfährt.
Außerdem sind die Ränder des Gussstückes
nach dem Herauslösen aus der
Form unregelmäßig und müssen deshalb
danach noch weiterbearbeitet werden
(Tafel XXX Abb.6: Person im Hintergrund
rechts).
Diese Technik der konga Herstellung
ist hauptsächlich bei den Ethnien im
Stromgebiet des Tshuapa gebräuchlich
und scheint bei den südlichen Mongo
unbekannt zu sein (Maquet, 1965,
S.13).
Nach einer persönlichen Mitteilung von
Herrn W. Leinen, der am Tshuapa in
der Entwicklungshilfe tätig war/ist,
wurde ursprünglich das Metall für die
Stulpen (und andere Objekte) von den
Schmieden des heutigen Territoire Bokungu
selbst aus Erz erschmolzen
(Chefferies Nkole, Mbole, Bosaka). Für
das Territoire d'Ikela (Boyela, konga-
Fußreifen in Kugelform) werden Kontakte
mit Katanga berichtet. Frühere
Autoren (s. u.) geben an, dass das Kupfer
als Rohmaterial aus der Katanga –
Region bezogen und bei den Mongo nur
noch umgeschmolzen wurde.
Heutzutage werden überhaupt keine
neuen konga Stulpen mehr hergestellt,
sondern vorhandene nur noch umgearbeitet.
Sie dienen weiterhin als Brautgeld,
angereichert durch andere Werte
wie Fahrräder, Alkohol und kongolesische
Francs. Der Betrag richtet sich
nach dem vermuteten Reichtum des
Mannes, bzw. seiner Familie. Herr Leinen
wohnte einer Zeremonie bei, wo
der Sohn des Chefs der Chefferie Nkole
alleine an konga Beinstulpen 40 Stück
bezahlen musste. Allerdings löste er
damit auch sein unehelich geborenes
Kind aus, das nach der Tradition der
Familie der Frau gehörte.
Die "objets ancestraux" werden heute
jedoch auch außerhalb des Heiratskreislaufs
umgesetzt: angesichts extremer
Armut werden sie weggegeben zur Behebung
von Notlagen (Hunger, Krankheit,
Schulgeld, etc.) Das nutzen die
Aufkäufer, darunter auch chinesische
Händler, aus und transportieren die
"cuivre" – konga tonnenweise ab. Teilweise
treffen sie jedoch auf erbitterten
Widerstand der organisierten Bevölkerung,
die einen Ausverkauf ihrer Tradition
befürchtet.
[Zur Herstellung von Werkzeugen und
anderen Dingen des Alltagsgebrauchs
nutzen die Schmiede auch Metall von
Kriegsresiduen (1997-2004): Autowracks,
Kähne, offen gelassene Produktionsanlagen,
etc. Daraus schmieden sie
Macheten, Messer, Coupe-coupe and
anderes. Leider geht auch dieser "Rohstoff"
so langsam aus].
Die konga Beinstulpen wiegen ungefähr
6 kg. Sie haben eine charakteristische
Ausformung mit 3 zirkulär verlaufenden
Graten im Mittelteil der Stulpe. Der
mittelste Grat ist am stärksten hervorspringend.
Außerdem spaltet er sich zur
Nahtstelle fächerförmig in vier
schwächere Grate auf (Tafel XXXIII
Abb.13, 14 u. 15). Die obere und untere
Begrenzung der Stulpe ist ebenfalls
durch je drei parallel verlaufende kleine
Wülste hervorgehoben. Die Stulpen
werden als annähernd ovale Platten
gegossen, so dass beim Runden zur
fertigen Stulpe die "Nahtseite" deutlich
kürzer als die gegenüberliegende Seite
ist. Für den Europäer ungewohnt
werden die Stulpen mit der "Nahtseite"
nach vorne oder zur Unterschenkelinnenseite
getragen, wie auf den
verschiedenen Feldfotos (Titelbild,
Tafel XXXII Abb.10, 11 und Tafel
XXXIV Abb.18) gut zu erkennen ist.
Es gibt die Stulpen in zwei verschiedenen
Höhen: die großen um die 25 cm
bis 30 cm hohen Manschetten und die
kleineren nur um die 15 cm hohen6, die
gelegentlich auch als Armreifen verkannt
werden (Tafel XXXIII Abb. 13,
14). Die Gratbildungen sind auf beiden
Stulpengrößen gleich. Alle Stulpen
werden, um die Knöchel zu schützen,
mit einem Polster (litelele) getragen
11, 12).
Bei den kleineren Stulpen finden sich
aber auch Formabweichungen, wobei
vermutet werden kann, dass sie unterschiedlichen
Ethnien zuzuordnen sind
(Tafel XXXIII Abb.16 / Tafel XXXIV
Abb.17). Die Bildunterschriften unter
den Feldfotos stützen diese Annahme.
Eine Abklärung vor Ort wäre, solange
es diese Beinreifen noch gibt,
wünschenswert.
Schwere Beinreifen, die in der Ausgestaltung
den hier beschriebenen konga
Beinstulpen nur ähnlich sind, wurden
auch von anderen Mongo – Gruppen
getragen (Tafel XXXV Abb.20 - 23)
Ob sie außer der Schmuckfunktion auch
noch anderweitige Bedeutung hatten,
geht aus den mir vorliegenden Texten
nicht hervor. Auch lässt sich die genaue
ethnische Zuordnung nicht festlegen.
Unser verstorbenes Mitglied Dr. Topp,
Experte in afrikanischen Reifenfragen,
hat diese Beinreifen den Mongo –
Gruppen Ekota7 und Eleku8 zugeordnet.
Auch bei den Batitu (sie gehören ebenfalls
zu den Mongo und siedeln am
mittleren Lukenie) finden sich schwere
stulpenförmige Fußreifen aus Messing
(Maes, 1924, S.183 // hier Tafel XXXV
Abb.22). Eine Verwendung als Zahlungsmittel
oder Brautpreis ist nicht
vermerkt.
Welche Dokumente weisen auf die
Verwendung der konga Beinstulpen als
Brautpreis oder Zahlungsmittel hin?
Einer der frühesten Berichte dazu ist die
Publikation von Dethier, 1945, S.181 :
"Nous écartons d'office le mot DOT employé
communément pour déterminer les
valeurs remises au père de la femme. Nous
adoptons la dénomination de titre de mariage
pour définir l'ensemble des valeurs
ou objets remis solennellement au père de
la fille. Ce titre de mariage proprement dit
à nom <<BOSONGO>>. (Bakutu:) du
verbe <<songya ou songa>> acquérir une
femme. Le titre échoit au père juridique de
la femme et deux ou trois anneaux en cuivre
seront cependant confiés à la mère en
reconnaissance pour l'éducation et les
soins donnés par elle à la fille. La valeur et
la nature du titre varient avec les régions et
chez les populations restées assez primitives
(Bakutu). Il comprend presque' exclusivement
des objets métalliques tels que :
anneaux en cuivre pesant parfois plus de
cinq kilos : <<konga>> ; lances ornées de
fils de fer ou de laiton : <<makonga>>
(sing. likonga) ; couteaux ornés de cuivre :
<<nkula>> (sing. lokula) ; barres de fer :
<<bibende>> (sing. ebende), à ces objets
s'ajoutent des chèvres et quelques pièces
de tissus.
Le titre ainsi composé est compté en
<<nkoto>>. Un <<nkoto>> comprenant
deux ou trois anneaux en cuivre de grosseur
moyenne ou d'autres objets de valeur
équivalent."
Kurz zusammengefasst: Mit dem Wort
DOT ist der Anspruch auf Wertobjekte,
die der Vater der Braut erhält, gemeint.
Dieser Anspruch heißt bei den Bakutu
<<BOSONGO>> und ist von dem Verb
<<songya oder songa>>, eine Frau erwerben,
abgeleitet. Er gehört dem juristischen
Vater der Braut. Aber auch die
Mutter erhält für ihre Mühen und Sorgen
bei der Erziehung des Mädchens
zwei bis drei Kupferreifen. Der Umfang
des Brautpreises variiert je nach Region
und Entwicklungsstand der Ethnie. Er
umfasst ausschließlich Metallobjekte
wie mehrere Kilo schwere Kupferreifen
konga, mit Eisen- oder Messingdraht
verzierte Speere makonga, kupferverzierte
Messer nkula und Eisenbarren
bibende. Als Beigaben kommen Ziegen
und Stoffstücke dazu.
Ein so zusammengesetzter Brautpreis
(Anspruch) wird in nkoto gezählt. Ein
nkoto beinhaltet 2 oder 3 Kupferreifen
mittlerer Größe oder andere Objekte,
die diesem Wert entsprechen.
Bilder oder eine genaue Beschreibung
fehlen zu diesen Angaben. Trotzdem
darf man annehmen, dass die konga
Beinstulpen dieser Darstellung gemeint
sind.
Sulzmann, 1947, S.99: "An der Maringa
(dazu Karte 1 auf Tafel XXVI) tragen
die Mongostämme (Ntomba und die
Kutu) kupferne Fußreifen, die nach außen
gewölbt und mit drei erhabenen
Zierleisten versehen sind. Auch am
Tshuapa werden solche schweren Fußreifen
aus Kupfer getragen. Als Herkunftsland
wird das Land flussauf bezeichnet,
was darauf hinweist, dass das
Kupfer aus Katanga auf langem
Tauschweg nach Norden kam, während
das Messing vom unteren Kongo durch
die Europäer verbreitet wurde. Mit dem
Metall sind wohl auch die Schmuckformen
gewandert, da diese Ringe ja
zugleich Geld darstellen, das sich bis
heute noch in der Brautpreiszahlung
erhalten hat."
Hier sind die "Geldringe" so beschrieben,
dass sie sich eindeutig als konga
Beinstulpen der Bakutu identifizieren
lassen.
Vansina, 1966, 84f: Im Kapitel über
'Les peuples de la Cuvette' heißt es:
"Malgré l'existence de marchés, il
n'existait pas de monnaie servant d'étalon
de valeur ou de moyen d'échange. Mais
comme la dot se payait en objets métalliques
(fer, cuivre, laiton), on échangeait
assez facilement ceux-ci sur le marché.
Chez les Mongo du sud-est, les anneaux de
cuivre, les fils de cuivre, les lances et les
couteaux en fer étaient bien les seules valeurs
d'échange."
Hier fehlen wiederum Bilder oder eine
genau Beschreibung der Kupferreifen.
Die angesprochene geographische Region
entspricht aber grob betrachtet
dem Verbreitungsgebiet der konga
Beinstulpen.
Sulzmann, 1986, S. 17, 34ff: Frau Sulzmann
hat in dieser späteren Publi-kation
u. a. den Bericht von Angehö-rigen der
Mbole – Untergruppen Nkengo und
Ngεlε (siehe Tafel XXXVI Karte 4) aus
der Zeit um 19569 wiedergegeben.
"Die Nkengo standen seit jeher in dauernden
Beziehungen mit den Ngεlε. [Bosolo]
sind traditionelle Zahlungsmittel in Form
von Ringen aus Kupfer (konga) oder Messing
und Eisen; sowie Messer und andere
Wertgegenstände."
"Wenn einige Bikofo Mpila10 werden wollen,
kaufen sie zuerst mit (ba)konga (Geldringe)
einen Sklaven. Wer keine (ba)konga
hat, nimmt sein Kind und verkauft es gegen
(ba)konga, um mit diesen (ba)konga
einen Sklaven bei dessen Herrn zu kaufen."
"Wenn jeder einen Sklaven beschafft hat,
gehen sie zum Mboka Lokundo und teilen
es ihm mit. Der Mboka Lokundo sagt ihnen,
wie viel bosolo sie bezahlen müssen."
"Der Ngila ist Mboka Lokundo geworden,
um höher zu stehen als seine Kameraden,
damit sie ihm viel bosolo zahlen."
Leider fehlen Bilder oder Beschreibungen
der zitierten Geldringe. Die
geographische Nachbarschaft und die
Wortähnlichkeit lassen es möglich erscheinen,
dass es dabei um den konga
Beinstulpen der Bakutu ähnliche Reifen
handelt. In diesem Bericht werden die
(ba)konga dazu verwendet, um sich in
höhere Rangstufen einzukaufen.
Opitz, 2000, S. 201f : "Bronze legbands
[of the Ekonda tribe, Zaire] with ribs on
the outside were used as a form of money."
Dazu gibt es eine Abbildung einer konga
Beinstulpe der Bakutu. Die Ekonda11
gehören zwar ebenfalls zu den Mongo,
aber ihr Siedlungsgebiet liegt in beträchtlicher
Entfernung von dem der
Bakutu nordöstlich vom Main Ndombe
See (Tafel XXVI Karte 1).
Weiter heißt es bei Opitz: "I believe they
were called bakonga, and in the first half
of the 20th century, five to 20 bakonga
would pay for a wife. Later the price increased
from 200 to 300 bakonga. One
bokonga was also worth 10 bingetele. (See
Ballarini [1992] p.116)."
Unter bakonga (singl. bokonga) versteht
man niedrige bogenförmige Reifenrohlinge
mit drei parallel verlaufenden
Graten, die bei den Ekonda
als Zahlungsmittel verwendet werden.
Bilder zu diesen Rohlingen finden sich
bei de Boer, 1989.
Es gibt aber auch ähnlich aussehende
niedrige schwere Fußreifen, zu denen
mir aber keine einheimische Bezeichnung
geläufig ist. Ein entsprechendes
Objekt ist bei Vangruenweghe et al.
(1984, S.102) abgebildet und als "enkelring
door de vrouwen gedragen (ook
als geldwarde gebruikt), Mongo" ausgewiesen.
Auch auf einem der Fotos
von Lamote (o. J. / 1950?) [hier Tafel
XXXI Abb.7] ist im Hintergrund eine
große Anzahl dieser Reifen aufgereiht
"plusieurs dizaines de pièces en laiton
moins hautes, qui sont des bracelets". Es
ist aber keine indigene Bezeichnung für
diese Metallobjekte angegeben. Für
Armreifen sehen sie zu schwer aus, sie
würden die Tagesarbeit der Frauen ungemein
einschränken, so dass es sich
doch wohl um niedrige Fußreifen handelt.
Es ist schwer vorstellbar, dass von den
großen Beinstulpen 200 bis 300 Stück
als Brautpreis gegeben wurden. Als
Belegstelle ist von Opitz Ballarini,
1992, S.116 zitiert; hier sind allerdings
nur große Beinstulpen [der Bakutu]12
abgebildet, im zugehörigen Text findet
sich keine Nennung eines Brautpreises
und letztlich sind die Stulpen der Konda
Ethnie zugeschrieben, mit der die
Ekonda gemeint sind, von denen aber
keine solche Beinstulpen bekannt sind
(Tafel XXVII Karte 2).
Der "Wechselkurs von bakonga zu engetele
(pl. bingetele) 1:10 ist denkbar,
wenn unter bakonga etwas anderes als
Fuß oder Armreifen verstanden wird.
Feld- und Objektfotos der bingetele bei
den Ekonda finden sich bei Vangruenweghe
et al. (1984, S.49) und de Boer
(1989, S.5ff). Bei de Boer sind auch
bokonga (pl. bakonga) Barren abgebildet.
Insgesamt sind die Angaben von Opitz
zur Zahlungsmittelfunktion der konga
Beinstulpen der Bakutu nur bedingt
verwendbar, da sie viele
Ungenauigkeiten einschließen.
R. K. Eggert, 2000: befasste sich mit
der Rolle des präkolonialen, kolonialen
und modernen Geldes bei Brautpreiszahlungen
der Mongo in der Provinz
Equateur. Einzelne Ethnien nennt sie
nicht. Als special purpose money zum
Kauf von Sklaven und als Teil des
Brautpreises werden mehrfach konga
aufgeführt. So z. B. 25 konga für einen
Sklaven. Die konga wurden aus "importiertem"
Kupfer und / oder Messing
hergestellt. Erläuterung welche Objekte
die konga waren fehlen.
Bongango, 2008, S. 82: "Le cuivre
occupe la première place dans la société
Mongo. Il est semblable à la monnaie actuelle,
c'est-à-dire que c'est une valeur d'
échange. Il est utilisé lors du mariage. Le
bien principal que le Mongo donne à sa
belle famille, c'est le cuivre.
Le cuivre est porté par certaines femmes de
qualité du clan. A cette époque, le cuivre
était semblable au bijou en or
d'aujourd'hui. Il était placé au cou, aux
bras et aux jambes."
Der Autor zählt verschiedene soziale
Anlässe auf, an denen Wertgegenstände
aus Metall wie Speere, Pfeile, Messer
und Hacken übergeben werden (müssen).
Kupfer wird aber immer nur als
solches, ohne Zuweisung zu einem Gegenstand,
genannt. Nur einmal wird
darauf verwiesen, dass das Kupfer von
den Frauen am Hals, an den Armen und
an den Beinen getragen wird.
Hier handelt sich um einen Bericht aus
der 'Bakutu - Region', in dem aber nur
das Kupfer als solches als Geld und
Brautpreis angeführt wird. Es kann sich
also auch um andere Gegenstände als
konga Beinstulpen handeln. Allerdings
wird das Wort "cuivre" auch im erweiterten
Sinn von "Kupferreif" analog
dem Wort "konga" in der Mongo-
Sprache eingesetzt.
Ballarini, 2009, S.269 schreibt: "The
konga constitute one of the main traditional
values that form the dowry among the Bakutu
and Ekota populations from the
Boende territory. This set is only worn by
married women who put them on mostly
during celebrations. (Tervuren Museum
documentation no Inv. E.PH.3018)"
Auch hier ist zu beachten, dass das
Wort "konga" unterschiedliche Objekte
betrifft, wenn man es für beide Ethnien
in einem Zusammenhang verwendet.
In der folgenden Tabelle sind die Publikationen
zusammengestellt, in denen
sich Abbildungen von konga Beinstulpen
finden.
Tabelle 1: Literaturstellen, die konga Beinstulpen benennen.

- Bei Vansina, 1966: Yela
- Sulzmann lagen für ihre Promotionsarbeit nur die
Druckfahnen der Publikation von van der Kerken
vor.
- Meine brieflichen Anfragen bei der Bibliothek
des Koninklijk Museum voor Midden-Afrika, Tervuren
blieben ohne Antwort
- Bilder solcher Holzmodel finden sich bei: Ballarini,
1991, S.116; Chesi & Schlorhaufer, 1997,
S.95; van Cutsem, 2002, S.119 u. 341; Leinen, o.J.
[etwa 2007]; Opitz, 2000, S.202; und Zerbini,
2002, S.186;
-
- Einfügung in der Klammer vom Autor. Im französischen
original wird wechselweise als Gussmasse
laiton oder cuivre angegeben.
- Abbildungen der kleineren Form finden sich bei
Ballarini, 1998, S.4; Leinen, o.J. [etwa 2007];
Vangroenweghe et al., 1984, S.107; Ward, 1988,
Nr.43;
- van der Kerken (1944) / Sulzmann (1947):
Zentrale Mongo. // Biebuyck et al. (1996): Kota
8( Z aviaren) d er Kerken (1944) / Sulzmann (1947): zu
den Bakutu (Bakela & Boyela) Untergruppe Boyela
gehörig..
- 1986: "vor rund 30 Jahren"
10 Bikofo und Mpila sind Rangstufen in der bokofo
– Institution
- Die Ekonda gehören nach Maes & Boone
(1935, S.246) zur Kundu (Nkundu) Ethnie. Hirschberg
(1965, S.110) und Biebuyck et al. (1996) führen
sie als eigenständige Ethnie.
- Einfügung in der Klammer durch den Autor.
Abschließend noch die Beobachtungen,
die W. Leinen1 während seiner mehrjährigen
Tätigkeit im Distrikt Tshuapa
bei den dortigen Ethnien gemacht hat.
"Der Name konga steht für den traditionellen
Kupferring der Völker am Tshuapa in
der Demokratischen Republik Kongo und
symbolisiert Verbundenheit und Partnerschaft
sowie Ausgleich der Interessen. In
der Tradition der Mongo werden noch heute
kongas zur Heirat in den Familien weitergegeben.
Leider ist das Wissen der Kupferherstellung
im Aussterben. Nur wenige
haben heute noch Kenntnis davon. Geschmolzen
wird derzeit praktisch nichts
mehr, höchstens werden bestehende konga
noch umgearbeitet. Alle "cuivre" sind vom
Verlust bedroht, da Händler bis in den tiefen
Regenwald reisen, um den Einheimischen
ihre Ahnenobjekte abzukaufen. Da
diese den Wert nicht kennen, erfolgt der
Verkauf weit unter dem Metallwert. Der
traditionelle Wert einer 3 – 4 kg schweren
konga wird mit 500 CDF2 gehandelt (Wert
auf dem Heirats"markt" ca. 60 US $-Cent).
Ein kg Kupfer erzielte auf dem Weltmarkt
ca. 9 US $ also 20,00 $ bis 27,00 $ für eine
konga. Da die Händler die Not und Unkenntnis
der Tshuapaleute ausnutzen, haben
sie gewaltige Gewinnspannen. Die
Einheimischen erzählen, dass ihre kongas
zu Kugeln und Elektrodrähten umgegossen
werden – in China!
Heute werden sogar auch Stromleitungen
gekappt und an die Händler verkauft. Eine
Katastrophe für die Infrastruktur, die sowieso
nur rudimentär existiert."
Zusammenfassend lässt sich folgendes
als einigermaßen gesichert festhalten:
Mit dem Mongo Wort konga werden
verschiedene Objekte bezeichnet. Hier
konnte gezeigt werden, dass bei den
Bakutu unter konga charakteristisch
geformte Beinstulpen verstanden werden.
Die Bakutu gehören zu den Mongo
Volksgruppen und sind / waren in der
Region zwischen den Flüssen Tshuapa
und Lomela angesiedelt. Die konga
Beinstulpen werden / wurden von den
Frauen zu besonderen Anlässen als
Beinschmuck getragen. Gleichzeitig
bildeten sie einen Teil des Brautpreises
und wurden auch für zeremoniale Zahlungen
als sog. special purpose money
verwendet. Es werden heutzutage keine
konga mehr hergestellt, aber als alte
Objekte werden sie noch als Wertgegenstände
der Vorfahren in Ehren
gehalten.
- e-mail vom 30. 09. 2010
- Kongolesische Francs: im Dez. 2010: 1 CDF =
0,00081 € [500 CDF = 0,41 €] / 9 US $ = 6,80 €
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Titelbild: Bakutu – Frauen mit konga Beinstulpen. Stulpenöffnung vor dem Schienbein getragen; Knöchelpolster. (Foto von Lamote aus Office de l' Information du Congo Belge, 1958; Provinz : Equateur, Region : Tshuapa, Zone: Boende) Zum Beitrag Denk S. 69

Karte 1: Wohngebiete der Bakutu (Kutu) und Boyela (Yela) zwischen Tshuapa und Lomela. (nach H. Baumann, 1975 / 1970

Karte 2: Siedlungsgebiete der Bakutu (Kutu) und Boyela (Yela / Jela) nach Vansina, 1966 carte no. 5.

Karte 3: Bei Maes et Boone, 1935 S.100 ist das Siedlungsgebiet der Bakutu (Kutu) den Balinga (Linga) zugeordnet. Diese Autoren führen die Bakutu nicht als eigenständige Ethnie.

Abb. 1: Ein Schmied der Bakutu zerklopft mit einem flachen Holzstück einen Bananenstrunk auf einem Klotz zu Fasern. (Foto von Lamote, aus Maquet, 1965)

Abb. 2: Aus den Bananenstrunk-Fasern wird ein Kissen geformt, um den heißen Schmelztiegel anfassen zu können. Rechts im Hintergrund der Holzbehälter, der die Gießmulde aufnehmen wird. (Foto von Lamote, aus Maquet, 1965)

Abb.3: Ein ovaler Holzbehälter (luako) mit zwei Griffen wird mit Ton (Sand) gefüllt. In den Ton (Sand) wird mit einem Holzmodel (iyeli) eine Gussform eingedrückt. (Foto von Lamote, aus Maquet, 1965)

Abb.4: Das geschmolzene Metall wird aus dem Schmelztiegel in die Holzschale mit der Gießmulde eingefüllt und in ihr mit einem flachen Holzscheit verteilt. (Foto von Lamote, aus Maquet, 1965)

Abb. 5: Die frisch gegossene "Stulpenscheibe" wird mit zwei flachen Hölzern aus der Gussform im Holz- trog herausgehoben und zur Abkühlung daneben auf den Boden gelegt. (Foto von Lamote, aus Maquet, 1965)

Abb. 6: Das Runden der noch flachen konga Stulpe erfolgt durch die Bearbeitung mit einem großen Holzschlägel. Dazu wird das Gussstück umgedreht auf einen auf dem Boden liegenden und mit einer tiefen Aussparung versehenen Holzbalken platziert. Ein annähernd ovales Holzstück liegt auf dem Gussstück, damit es von den Hammerschlägen nicht direkt getroffen wird. (Foto von Lamote, aus Maquet, 1965)

Abb.7: Auf einer Art Werkbank wird die konga Stulpe auf etwa Unterschenkeldicke angepasst und mit einem Stein poliert. (Foto von Lamote, aus Maquet, 1965)

Abb.8: Bakutu – Frauen polieren ihre konga Beinstulpen. (Foto von Lamote, o.J. aus Ballarini, 2009)

Abb.9: Bakutu – Frau mit litelele Polstern unter ihren konga Beinstulpen, Region um Boende im Tshuapa Distrikt. (Foto von Lamote, Tervuren Archiv @ EP.O.O. 3018)

Abb.10: Drei verheiratete Bakutu – Frauen mit großen konga Beinstulpen. Die Schutzpolsterungen sind gut zu erkennen. (Foto von Lamote , o. J. aus Ballarini, 2009)

Abb.11: Bakutu – Frauen mit konga Beinstulpen. Wahrscheinlich sind es die gleichen Frauen wie auf Titelbild und Abb.10. Stulpenöffnung vor dem Schienbein getragen. (Foto von Lamote?, ohne Quellenangabe aus a) Rachewiltz, 1965 und b) Haus der Völker Schwaz, Dauerausstellung

Abb.12: Bakutu – Frau beim Anlegen ihrer konga Beinstulpen. Stulpenöffnung auf der Unterschenkelinnenseite. Knöchelpolster. Außerdem erkennt man auf der Stirn die für die Bakutu – Frauen typische halbkreisförmige Narbentätowierung. (Foto von Lamote, Tervuren Archiv )

Abb.13: Zwei verschieden hohe konga Beinstulpen in der Ansicht von hinten. (Foto Leinen)

Abb.14: Eine kleine konga Beinstulpe in der Seitenansicht. Der Mittelgrat spaltet sich in 4 Linien auf. Höhe der Stulpe 12,5 cm

Abb.15: Eine große konga Beinstulpe in der Ansicht von vorne. Aufspaltung des Mittelgrates. Höhe der Stulpe 24 cm.

Abb.16: Alte beschädigte große und kleine konga Bein-stulpen der Nkole, Chefferie Nkole (Foto Leinen, 2004)

Abb.17 a: Vorderansicht einer niedrigen konga Beinstulpe auch dem Mongo Bereich ohne genaue ethnische Zuordnung. 11,5 cm hoch

Abb.17 b: Seitenansicht der selben konga Bein-stulpe. Nur ein gedoppelter Mittelgrat mit Aufspaltung. Die beiden anderen Grate fehlen.

Abb.18: "Königin" der Jahrgangsgruppe Inongo mit konga Beinstulpen. (Foto Leinen, 2004 in Yangambo in der Chefferie Nkole)

Abb.19: W. Leinen bei der Annahme einer Abschieds - konga im Bezirk Bokungu. Eine solche konga soll die bleibende Bindung des Empfängers an den Geber symbolisieren. Ähnlich wie die Brautpreis – konga die dauerhafte Bindung zweier Familien untereinander bekräftigt. (Foto Leinen 2007)

Abb.20: Frau der Ekota oder Kutu mit schweren Fußreifen (konga?). (Foto H.M. Whiteside aus Weeks, 1913)

Abb.21: Frauen der Ekota oder Eleku mit Fußreifen ähnlich konga. Foto H. J. Harris aus Boulger, 1922)

Abb.22: konga ähnliche Beinreifen der Nkole, wie sie von den Männern getragen werden (konga ya mobali) (Foto Leinen, 2004)

Abb.23: Batitu-Frauen mit Fußreifen mit Graten. (Foto aus Maes, 1924, S.127)

Karte 4: Siedlungsgebiete der Bakutu und der benachbarten Ngombe und Mbole (aus Sulzmann, 1986)

Abb. 24: Schmied mit einem alten konga – Holzmodel iyeli (Foto Leinen, etwa 2004)
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