|
Rindenbaststoff (barkcloth) im zentralen Ostafrika
Barkcloth in Central East Africa
Fritz Klusmeier
Felix von Luschan konstatierte 1918: „Die Kunst, aus dem Baste von Morus papyrifera, Artocarpus incisa, Ficus prolixa,
Adansonia, Urostigma und anderen Bäumen Zeuge herzustellen, die gewebten Stoffen, manchmal auch gegerbtem
Leder gleichen und solche Stoffe fast vollkommen ersetzen, ist über große Teile der Erde verbreitet; wir finden sie in
beiden amerikanischen Kontinenten, durch die ganze Breite des tropischen Afrika und ebenso in Indonesien und über
ganz Ozeanien bis nach Rapanui, der Osterinsel.“ (S.74, vgl. Stuhlmann 1909, S.496, 1910, S.36f., Niggemeyer S. 5f., Schienerl S. 5.)
Die genannten Baumarten gehören zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae), wie alle Maulbeerbäume, Feigenbäume und Brotfruchtbäume (vgl. Burt S. 84f.)
In Afrika wurden Rindenbaststoffe fast im gesamten Waldgebiet verwendet (Schurtz S. 144147, Karte S. 144, Jünger S.42ff., 141f., Karte 9, Reikat S.38, Picton/Mack S. 39, Ankermann S. 61ff., Karte S. 62) Karte I
 |
Im zentralen Ostafrika sind vor allem die Gebiete westlich und südlich des Victoriasees als Verbreitungsgebiete Burundi, Nordostkongo.
Karte II zu nennen: Uganda, Tanzania, Ruanda.
 |
Für diese Stoffe gibt es mehrere einheimische Bezeichnungen, während sie z.B. bei den Azande und Mangbetu „rokko“
heißen (Schweinfurth S. 343, Junker II, S. 132f., EvansPritchard S.79f., Brock S. 254), nannte man sie in Uganda und
den angrenzenden Gebieten „mbugu“ (Wilson/Felkin I, S.177, Emin 1884, S. 5, Stuhlmann 1894, S. 173f., Kollmann S.
21), rubugo (Rehse S. 90), bugu (Stuhlmann 1910, S. 37f.), lubugo (Hallfell S. 4, Schienerl S. 7, Helfensteller S. 101ff.) – Tafel I Abb.1a und 1b
Der Herstellungsprozess dieser Stoffe in Ostafrika ist oft beschrieben worden; Blohm z. B. lässt Einheimische zu Wort
kommen (S. 146): „Die Herstellungsart von diesen Kleidern ist folgende. Ein Meister in der Herstellungen von
Rindenstoffen geht mit seiner Axt in den Wald, um Rinde zu schälen. Die Namen der dafür geeigneten Bäume sind:
muyenze und kasisye und als dritter musilanga. Von diesen Bäumen schälte man früher Rinde zum Kleidermachen. Solche Kleider werden in folgender Weise gemacht:
Wenn der Meister einige Rindenstücke, vielleicht sechs abgeschält hatte, oder soviel es ihn gutdünkte, machte er sich
auf den Heimweg, brachte die Stücke ins Dorf und legte sie ab. Dann nahm er sein Querbeil, wetzte es auf dem Stein,
es zu schärfen und machte sich ans Abschaben (der Borkenschicht). Das abgeschabte Stück wurde auf einem
hingelegten Walkbaum geklopft. Die Bezeichnung des Dinges, womit geklopft wurde, ist ‚Walkhammer’. Dem Ebenholz,
woraus man Walkhämmer schnitzte, war durch Stabkehlungen die (nötige) Schärfe zum Klopfen gegeben. Indem man
klopft, erweicht sich die Rinde sehr. Dann nimmt der Meister einen Strick und bindet ihn an das (eine) Ende der Rinde
an, das er gewalkt hat, und schlingt den Strick um einen Baum. Dann wringt er die gewalkte Rinde aus, indem er an dem
(anderen) Ende anfasst, um es geschmeidig zu machen; er macht es ganz weichgeschmeidig.. Darauf bindet er die Rinde los; sieht er, dass sie geschmeidig ist, legt er sie an die Sonne.…
Wenn er ein Kleid nähen will durch Zusammennähen der Lappen, gräbt er Wurzeln vom mugumbu und macht hiervon
Stricke. … Abends weicht er die Rindenlappen im Teich ein, geht zurück ins Dorf, es wird Nacht, man schläft. Nachdem
es Tag geworden ist, früh am Morgen geht der Meister zum Teich, um die Rindenlappen herauszunehmen und sie ins
Dorf zu holen. Hat er sie ins Dorf gebracht, macht er sich ans Zusammennähen. Es wird dann ein großes Kleid. Er näht
es mit Bastfäden von mugumbu. Dann besäumt er es am Rande, dass es haltbar werde und nicht aufreiße. Hat er das Zusammennähen beendigt, nimmt er eines Tages das Kleid und bringt es zum Schwarzschlammteich, um es
in den ganz schwarzen Schlamm einzuweichen. Es bleibt darin einen Tag oder zwei, bis es ganz schwarz ist. Nachdem er sich gesagt hat, mein Rindentuch ist nun durchschwärzt, geht er morgens hin, um es aus dem Schlamm
herauszuholen. Er macht sich daran, das Tuch vom Schlamm zu reinigen und entfernt alles (sorgfältig). Er bringt es ins
Dorf und breitet es an der Sonne aus. Nachdem das Rindentuch ausgetrocknet ist, kommt die Frau des Meisters mit
ihrer Erdnußölflasche, um das Tuch einzufetten. Das Einfetten geschieht so, dass die Frau von jenem Öl einen Mund voll
nimmt und auf das Rindentuch versprüht. Vielmals wiederholt sie das, bis das Tuch ganz geschmeidig ist. Fertig. Dann
tut man es um, nur zum Anziehen oder sich gegen die Kälte zu schützen oder sich zur Mückenzeit damit zu bedecken.
Kleider, die man früher anzog, sind solche von Rindenstoffen.“ (Vgl. Thompson S. 18f.) – Blohm war Ende der zwanziger Jahre bei den Nyamwezi.
 |
Die Berichte europäischer Beobachter liefern weitere Informationen, sie sind mehr oder weniger ausführlich und
unterscheiden sich in Einzelheiten. Das deutet auf regionale oder individuelle Unterschiede im Verfahren hin. Max
Weiss z. B. berichtet in seinem Buch im Kapitel „Das Handwerk“: „Zum Schluß noch eine Betrachtung über die
Herstellung des Rindenstoffes, der bei den Völkern westlich des VictoriaSees bis an den Kongostaat heran, vor allem aber bei den Waganda das Hauptkleidungsstück bildet.
Verwendet wird zu diesem Zweck die Rinde des Ficusbaumes, den die Eingeborenen in ihren Bananenhainen anpflanzen. In die Rinde des Baumes wird mit dem kleinen Handbeil etwa in Mannshöhe ein Kreisschnitt gemacht, von
diesem aus ein Längsschnitt bis dicht über den Erdboden, und dann wieder ein Kreisschnitt. Es ist sehr wesentlich,
dass diese Schnitte nicht zu tief geführt werden, weil sonst der Bast mitgelöst würde und der Baum dann einginge.
Jetzt löst der Mann vorsichtig die Rinde ab … . Hierauf wird der Baum, um ihn vor den Sonnenstrahlen zu schützen, mit
Bananenblättern umwickelt. Die Rinde wächst nach und ein derartiger Baum kann wiederholt… benutzt werden.
Das Rindenstück wird auf einen runden, glatten Stamm gebreitet, der bei der nun folgenden Bearbeitung die Unterlage
bildet, und mit einem Holzhammer, der als Kopf eine breite gerippte Holzscheibe trägt, beiderseits kräftig geklopft; hierdurch wird die Rinde weich und auch breiter als im rohen Zustand.
 |
Dann wird das Wasser ausgedrückt, der Stoff an der Sonne getrocknet und mit beiden Händen kräftig gerieben… .Die
Ränder werden beschnitten und mehrere Stücke zusammengenäht. Je nach dem Durchmesser der Bäume ist natürlich die Zahl dieser präparierten Rindenstücke, die zu einem Kleidungsstück zusammengenäht werden müssen,
verschieden. Ein Arbeiter kann täglich vier Rindenstoffe fertigstellen. Bei den vornehmen Leuten wird das fertige Kleidungsstück noch bemalt und zwar mit einer schwarzen Farbe… .
Die Herstellung der Rindenstoffe wird von besonderen Handwerkern ausgeführt, die sich die Rinden einhandeln und sie
zu Hause verarbeiten, oder auch sie gehen auf Wanderschaft mit ihrem ja sehr leicht zu transportierenden
Handwerkszeug und verarbeiten an Ort und Stelle auf Bestellung die Rinden. Außerdem werden aber die Stoffe auch in vielen Haushaltungen von den Familienmitgliedern hergestellt.“
(S.441f., vgl. auch die Beschreibungen von Stuhlmann 1910, S. 37f., Roscoe 1911, S.403ff., Rehse S. 83f., Czekanowski 1917, S.158, s. auch Anhang I.)
Thompson hat (1934) in seinem Text Zeitangaben eines einheimischen Handwerkers für einzelne Arbeitsschritte
erwähnt, sein Gewährsmann hat z. B. für das Klopfen eines kleinen Stückes Rindenstoff fünf Stunden gebraucht (712
Uhr) Dieser Gewährsmann hat ihm auch erzählt, dass je nach Größe des zu bearbeitenden Stückes ein oder mehrere Handwerker beim Klopfen zusammenarbeiteten. – Tafel II Abb. 2
Kimwani hat 1951 eine sehr anschauliche (da durch viele Zeichnungen illustrierte Beschreibung geliefert. – Und das
Internet hält eine Fotoserie von 49 Einzelbildern und zwei Videofilme bereit, die das Abschälen der Bäume und die Herstellung des Stoffes heutzutage zeigen. (de.sevenload.com)
Als geeignete Bäume werden für Ostafrika verschiedene Feigenarten genannt, z. B. ficus natalensis (Natalfeige, am häufigsten genannt), ficus lutea (Zulufeige), ficus chlamydodora, ficus persicifolia. In
Uganda nennt man die Natalfeige mutuba. Auf die Frage, wie oft ein Baumstamm geschält werden kann, gibt es in der Literatur unterschiedliche Antworten: Emin
/1884 (S. 4) und Lugard (S. 57) sprechen von drei Malen, Koch von drei bis vier, Roscoe von 3040, Thompson von
2030; de Schlippe (S.74) behauptet: „… the same tree continues to produce as long as it lives”. Emin, Lugard und Koch
waren hier im Irrtum. Nach einem Jahr hatten die geschälten Bäume eine neue Rinde gebildet und konnten erneut geschält werden.
Die Herstellung von Rindenbaststoff war augenscheinlich ausschließlich Männerarbeit. Die verwendeten Klopfer (Tafel III Abb.4) waren aus Holz, Elfenbein, Knochen oder Tierhörnern, die Schlagfläche war
gerippt oder gerillt, um dem Stoff eine Struktur zu geben: „Every man had sets of mallets with different widths between
the grooves: the first had coarse grooves, the second finer, the third very fine grooves.“ (Roscoe 1911, S. 405f., vgl. auch
Burt S. 81f.) Um Insekten fernzuhalten, konnten die fertigen Tücher geräuchert werden (Stuhlmann 1909, S. 494, Roscoe 1921, S. 221).
Wie man sich denken kann, waren diese Stoffe als Kleiderstoffe für Regenwetter nicht geeignet, sie konnten auch nicht gewaschen werden. Unbrauchbar geworden, wurden sie durch neue ersetzt (Stuhlmann 1909, S. 494).
Das Zentrum der Herstellung und Verwendung dieser Stoffe war unbestritten das Königreich Buganda, um dessen
Erforschung sich vor allem John Roscoe verdient gemacht hat, der neben einer ausführlichen Beschreibung des
Herstellungsvorgangs (1911, S. 404ff.) viele weitere Informationen geliefert hat: „The national clothing was barkcloth; the
tree from which the bark was obtained was extensively cultivated and was, with the exception of the plantain tree, the
most valuable of all trees. It is difficult to ascertain exactly how the people learned the art of making barkcloth, and at what period the industry became the common property of the people.
King Kintu is said to have brought the tree, as well as people skilled in making barkcloth, with him, but this does not
agree with a tradition that the people learned the art from the Banyoro some years later. The difficulty in the way of
accepting the latter tradition is that the barkcloth tree does not grow freely in Bunyoro, and that the people there do not
know much about the making of the cloth, and depend upon the Baganda for it. Others again say that the art was known
before Kintu’s time. Be this as it may, the Baganda have attained greater skill in the art of making barkcloth, and have a
larger variety of barkcloth trees which are used for growing the bark, than any of the surrounding nations. King
Semakokiro first forced his people to go about clothed; prior to his reign the people wore no clothes but small skins; the
men wore them over the shoulders, and the women round the waist. Semakokiro also ordered the peasants to plant the
barkcloth trees in their gardens, and fined them if they neglected to do so. At one time there were special kinds of trees
from which the royal barkcloths were made; there were also men whose sole duty it was to keep the Court supplied with
barkcloths; but the art of barkclothmaking was common property, and the humblest peasant had his trees, so that nothing but idleness prevented him from being welldressed.” (S. 403)
Das zu wissen ist wichtig, um den Stellenwert dieser Kleidung in Buganda richtig einzuschätzen. – König Kintu war der
Legende nach der erste Kabaka (König) von Buganda, König Semakokiro war der 27. Kabaka, er regierte Anfang des
19. Jahrhunderts. Das Königreich Bunyoro befand sich im 19. Jahrhundert in tributpflichtiger Abhängigkeit von Buganda.
– Roscoe fährt fort: „Barkcloths that were intended for use on beds were left much thicker than those intended for wear.
Different trees yielded different textures and qualities and also different colours. The common barkcloth, when beaten
and dried, was a light brown, but the better sorts, when exposed to the sun for drying, became a rich terrecotta.
 |
Peasants commonly wore the light brown barkcloths, but they had darker cloths of finer quality for use when paying
visits....For the King a species of trees was grown, which gave a white barkcloth; this was used at the coronation but
seldom at other times. The King and the chiefs had barkcloths piled upon their beds,until they were two or three feet
high, and quite springy. Some few barkcloths were painted in black patterns, but the majority were left of the colour which they had assumed when they were drying in the sun.” (S. 406)
Für die Rindenbaststoffe gab es vielfache Verwendungsmöglichkeiten, sie waren natürlich in erster Linie Kleiderstoffe.
Die Trageweise war in Buganda bei Frauen und Männern unterschiedlich: Die Frauen trugen sie wie trägerlose Abendkleider, die Männer wie römische Togen. – Abb. 51
1 Übereinstimmend wird berichtet, dass die Baststoffkleidung vielfach die Fell und Lederkleidung abgelöst hat. Als dann
die Baumwollstoffe aus dem Ausland massenweise importiert wurden, ersetzten diese im 19. und 20. Jahrhundert mehr
und mehr die Rindenbaststoffe. (Vgl. Schoeller II, S. 156, Tucker I, S. 83, Ansorge S. 96,101, Hattersley S. 93, Koch S. 460.)
 |
In anderen Gegenden Zentralafrikas wurden andere Kleidungsstücke aus Rindenbaststoff getragen; bei den Mangbetu
z. B. gab es die überdimensionalen Männerschurze, wie sie auf Schweinfurths berühmten Abbildungen König Munsa
(gemusterter Stoff) und seine Krieger (ungemusterter Stoff) tragen (S.3o9, 343, vgl. auch Johnston 1908, Bd.II, S.591f., Schildkrout/Keim S.94. – Tafel II Abb.3 Weitere Verwendungsmöglichkeiten:
als Bettzeug (Ashe S.301, Roscoe 1923a, S.215, 1923b, S.44, 1924, S.113, Nsimbi S.27); als Wandbehang, Raumteiler und Vorhang (Hattersley S.95, Nsimbi S. 27;
als Verpackungsmaterial (Stuhlmann 1910, S. 37, Roscoe 1923a, S. 158, 194, 292. Auch Leichen wurden vor der Beerdigung in solche Stoffe eingehüllt (Mackay S. 172, Roscoe 1923a, passim) und bei
der Bestattung von Mitgliedern der königlichen Familie wurden die Gräber mit solchen Stoffen ausgeschlagen (Roscoe 1911, S. 119, 1923a, S. 126, 175).
Und wenn ein Stoff ausgedient hatte, konnte er noch als Zunder beim Feuermachen verwendet werden (Wilson/Felkin I, S 178f.), z. B. zum Anzünden der Tabakspfeife.
Es ist nicht verwunderlich, dass Objekte von solch großem praktischen Nutzen auch als Handelsartikel, als Tauschware
in Frage kamen. John Tosh hat sich 1970 zum vorkolonialen Handel im Zwischenseengebiet geäußert, er schreibt: „Salt
and iron were thus two articles of trade which were essential to everyday life. But there were other indigenous products
which were traded over considerable distances for their luxury value. The first of these was barkcloth. ... Plain and dyed
barkcloths were exported to Karagwe, Rwanda, Busoga, and Bunyoro, for none of these countries produced cloth of
comparable quality. Outside Buganda, barkcloth was generally worn only by the wealthy, but the Baganda were assured
a steady demand since barkcloths were apparently worn out in a month.” (S.106,vgl. van Zwanenberg/King S.120f.)
Leider liefern die Quellen nur wenig konkrete Einzelheiten über diesen Handel, Felkin schreibt 1885, dass Uganda
zeitweise auch in den Sudan geliefert habe (S. 753), Stuhlmann berichtet, dass die Alur Stoffe aus Unyoro bezogen
haben (1894, S. 515), Herrmann nennt 1894 „Rindenstoff…als Austauschartikel“ in Kiziba im „Handelsverkehr mit
Usindja , Karagwe und anderen Staaten“ (S.55) Und Schweinfurth hat beobachtet, dass die Azande den Stoff als
Luxusartikel von den Mangbetu bezogen haben (S. 248). Luxusartikel war Rindenbaststoff auch auf der Insel Ukerewe im VictoriaSee, man bezog ihn von den Bazibau der Baganda. (Hartwig S. 110f.)
Am ausführlichsten informiert Emin Pascha: „Mehr noch als der Kaffee bilden heutzutage die Rindenstoffe den Gegenstand regen Tauschhandels zwischen den äquatorialen Stämmen.
Die Preise der Stücke sind je nach Qualität und Farbe sehr verschieden, besonders sind die gemusterten Stoffe als
Fantasieartikel eigentlich ohne fixen Preis. … Die rothen Stoffe, meist sehr fein und angenehm dunkel getont, heißen
Ssango und werden im Umtausche mit zwei bis drei Kühen das Stück oder deren Aequivalent in Stoffen gekauft.
(Hier sind die importierten Baumwollstoffe gemeint, der Verf.) Die gewöhnlichen ungefärbten Stoffe endlich, Mbugu
genannt, sind bedeutend billiger und zu 300400 Kauri auf den Marktplätzen einzuhandeln. Wie schon gesagt, verstehen
es besonders die Waganda, solche Stoffe gut zu bereiten, und die feineren Stoffe werden von dort nach Karagua,
Ruhanda, Unyoro und den südlichen Bergländern, sowie nach Ussoga und Uamara ausgeführt. Auch die am Westufer
des AlbertSees wohnenden Lurichefs lieben es, sich … in die plastischen Rindenstoffe Ugandas und Unyoros zu hüllen.“ (1888, S. 117f.)
Nach Rehse haben auch die Baziba diese Stoffe aus Buganda bezogen (S. 79) und dafür unterschiedliche Preise
gezahlt (S. 81). Burton nennt auch einige Preise: „Bark cloths, generally in the market, vary from one to three khete of
coral beads.“ (S. 355, Markt von Uvira), “The price of the mbugu varies according the size from six to twelve khete or
strings of beads.” (S.320, Markt von Ujiji) Und Baker verteilte Glasperlen an freigelassene Sklaven, damit sie sich neue Baststoffkleider kaufen konnten (2004, S.262)
Die wenigen konkreten Preisangaben zeigen nur, womit man diese Stoffe kaufen konnte, sie sagen aber nichts darüber
aus, ob diese Stoffe ihrerseits die Geldfunktion‚ Tauschmittel hatten. Grant macht zwei Angaben, die so, aber auch
anders gedeutet werden können (Buganda): „ …a single large gourdful of wine cost a sheet of barkcloth.“ (S. 229), und
in Unyoro hätten die Waganda Speerspitzen gekauft: „The Waganda purchased several of them at five hundred cowries
each, and one cow would buy ten, or barkcloth would be taken in exchange.” (S 271) In beiden Fällen hat es sich wohl
eher um direkten Tausch Ware gegen Ware gehandelt als um Käufe mit barkcloth als Geldform. Rindenbaststoffe waren
beliebte Tauschwaren, aber für den Nachweis, sie wären auch in der Geldfunktion ‚Tauschmittel’ verwendet worden, fehlen die Belege.
Gut belegen lässt sich jedoch die Verwendung der Stoffe in der Geldfunktion. Zahlungsmittel als Abgaben und Steuern, Geldstrafen und Gerichtsgebühren, Lohnzahlungen, „Brautpreis“.
Informationen über Abgaben von Rindenbaststoffen an den Fiskus liegen meiner Kenntnis nach nur für Buganda vor.
Roscoe hat das Verfahren der Steuereintreibung in Buganda detailliert beschrieben (1911, S 244f.), Auszug:
„The amount usually demanded was a fixed number of cattle from each subchief, and a fixed number of barkcloths and
one hundred cowryshells from each peasant; of the smaller chiefs each paid a number of goats and also a few hoes.
Took two months, or more, to collect the taxes, because the barkcloths and hoes had to be made, and the cattle had to
be collected. When this was accomplished, each servant took his amount on the appointed day to the DistrictChief; the
cowryshells and barkcloths were counted and tied up in bundles, while the cattle were sent on ahead to travel slowly to
the capital. The King’s taxcollector took the whole amount to the Katikiro, who had to examine it, and to hear the details
as to the number of houses and people in each subdistrict, and as to how many barkcloths and cowryshells had been collected from them.”
Der Katikiro stand als “Premierminister” an der Spitze der Verwaltung. Apolo Kagwa war Katikiro des Kabaka Mtesa,
er bestätigt, dass diese Stoffe Bestandteile des Steueraufkommens waren (S. 94, vgl. auch Portal S. 192, Cunningham S. 232, Nsimbi S.27, Mair S. 133).
Neben diesen regulären Steuern wurden augenscheinlich gelegentlich auch Sonderabgaben fällig; Mackay berichtet,
dass anlässlich des Begräbnisses eines Prinzen Scharen von Eingeborenen Rindenzeug brachten, der Leichnam wurde vor der Bestattung „in tausend Stücke Zeug aus dieser Rindenfaser eingewickelt.“ (S.172)
Bei Gerichtsverfahren wurden in Buganda Zahlungen geleistet, das waren einmal Gebühren: „In each court a fee of
twenty cowryshells was paid by the plaintiff when stating his case, and a further fee of a goat and a barkcloth, before the
accused was summond to appear in court; the accused also paid a goat and a barkcloth before the case was tried;
these sums were called the bitebi. When sentence was given, the judge fined the offender two goats and one barkcloth,
which were given to the plaintiff in addition to the whole amount which he claimed from the defendant. When an appeal
was made from one court to another, ending in the Katikiro’s, the plaintiff paid the fee on twenty cowryshells, a goat and
a barkcloth to each of the lower courts, but to the Katikiro’s court he paid ten goats and five barkcloths.” (Roscoe,1911,
S. 260f.) Hier ist auch die Rede von einer Geldstrafe, vgl. Felkin S. 754, Rusch S.128.) Lord Lugard berichtet, dass
Todesstrafen in erhebliche Vermögensstrafen umgewandelt werden konnten, dabei wieder Rindenbaststoffe (S. 56).
Von entsprechenden Lohnzahlungen ist selten die Rede. Mair schreibt in ihrem Kapitel „The marriage ceremonial“, dass
die Braut in den letzten Tagen vor dem Verlassen des Elternhauses bis vier Tage nach der Hochzeit von einer Freundin
begleitet wurde, die „ a barkcloth as a return for her services“ erhielt (S. 86, vgl. Decle S. 445). Roscoe erwähnt, dass
bei den Viehzüchtern der Banyoro ein engagierter Priester Anspruch auf „two new barkcloths…to wear while performing his duties“ hatte; auch seine Helfer wurden damit versorgt (1923a, S. 25).
Weit mehr Belege liefert die Literatur für die Verwendung von Rindenbaststoffen bei Zahlungen von „Brautpreisen“,
diese Belege betreffen auch nicht nur die Baganda und Banyoro in Uganda, sondern auch die Baziba und Bahaya im Norden Tanzanias.
Beispiele (für Buganda): „Among the peasants the customary price is fifteen gourds of beer, a basket of salt, one barkcloth ‚lubugo’, 1000 shells (simbi), and a goat.” (Decle S. 445, vgl. auch Johnston 1904, S. 687.)
“The next step was to call together some of the clan, and to settle with them what amount the suitor should pay in dowry
for the girl. They might demand any sum from one to ten goats, or even ask a cow. In addition to the animals, ten pots of
beer and several barkcloths were demanded. The animals and the cowryshells...were difficult to obtain, and represented
a large sum to a poor person, so that it took him a long time to collect them...” (Roscoe 1911, S.88, vgl. auch Felkin S.754, Mair S.82.)
Baker bestätigt die Verwendung dieser Stoffe als “Brautpreis” in Bunyoro: “… the girls are purchased for various commoditiessuch as brasscoil bracelets, barkcloths, cotton shirts, ivory.” (2004,
S. 255). Auch bei den Bahaya war eine Kombination von Gütern als “Brautpreis” nötig: Cory/ Hartnoll haben detailliert
aufgelistet, wie der „Brautpreis“ zusammengesetzt war und wie die Modalitäten bei der Bezahlung, der Verteilung an die Verwandten der Braut und die Rückzahlung im Falle einer Scheidung waren
(S. 5968). Sie nennen als behördliche Regeln: „The amount of the brideprice is restricted by rules enacted by the Native Authority of Bukoba District under section 15 of the Native Authority Ordinance to:
Shs. 100/= as a maximum 1 goat (kitema ilembo = to open the way to the house.) This is seldom paid in kind, generally Shs. 20 – 30 in cash. 2 bark cloth (usually now clothes to the value of about Shs. 3/=)
1 hoe (nfuka ye biboyo – hoe of anger) 2 calabashes of beer.” (S. 59, vgl. auch Brad Weiss S. 142, Taylor S.134, 139)
Dies Beispiel zeigt, wie man in den 40er Jahren auf dem Weg war, die traditionellen „Brautpreis“Güter durch die von der britischen Kolonialverwaltung eingeführten Schillinge zu ersetzen.
Manchmal wird auch berichtet, dass außer dem „Brautpreis“ Geschenke an die Verwandten der Braut erwartet wurden, dabei auch Rindenbaststoffe. (s. z. B. Anonymus S. 231, (Baziba), Brad Weiss S. 142 (Bahaya).
Andererseits bekam die Braut als Teil ihrer Mitgift auch mbugus mit (s. z. B. Rehse S.115, Anonymus S.231:Baziba).
Die vorgelegten Quellentexte reichen hin, den Gebrauch von mbugu als Zahlungsmittel nachzuweisen (als ein Zahlungsmittel unter mehreren), das bei unterschiedlichen Transaktionen eingesetzt werden konnte (Schwerpunkt
Uganda und Nordtanzania).
Dem stimmt auch die Sekundärliteratur zu, vgl. z. B. Deutsch S. 79ff., Fallers 1960, S.55, 1964, S.109f., Taylor S.60,
134, 139, Rusch S.114, 128. Rusch formuliert lapidar: „Rindenstoffe fungierten, da die Masse der Bevölkerung Rinder
nicht mehr besaß, als das allgemein übliche und anerkannte Zahlungsmittel, mit dem man beispielsweise den Brautpreis, Schulden, Strafen, Rentenund Steuerforderungen begleichen konnte.“(S. 151) – Das gilt für das 19.
Jahrhundert, im 20. Jh. wurde dies Zahlungsmittel nach und nach durch modernes Geld ersetzt.
Seit einiger Zeit wird das alte Handwerk der Herstellung von Rindenbaststoff in Uganda wiederbelebt. Einerseits geht
es darum, Einheimischen mittels Nachfrage aus dem Ausland Verdienstmöglichkeiten zu geben, andererseits soll bewusst an eine kulturelle Tradition Ugandas erinnert werden.
Eine deutsche Firma in Ebringen hat in Uganda Bauern gewonnen, für sie Rindenbaststoffe zu produzieren; die Stoffe
werden dann zu einer Vielzahl von Produkten weiterverarbeitet (www.barkcloth.de), eine preisgekrönte Initiative und ein Beispiel für sinnvolle Entwicklungshilfe!
Auch die UNESCO hat sich der Sache angenommen, 2005 hat sie den handwerklichen Herstellungsprozess zum
Weltkulturerbe erklärt. In ihrer Proklamation wird die Zielsetzung so beschrieben: „The objectives of the safeguarding
project are to train craftspersons, especially young artisans, in making bark cloth; establish sustainable practices of
using the Mituba tree; popularize the making and use of bark cloth; ensure legal protection and income generating
activities; and promote recognition of and respect for the cultural value of bark cloth. Training activities, to be widely
publicized in the mass media and through public gatherings and events, are to sensitice and train youth and
communities generally in appreciating the cultural values in the techniques of planting and propagating the Mituba trees
from which bark cloth is produced. A selected number of youth are to receive training on skills of bark cloth production.” (www.unesco.org/culture)
In Uganda scheinen Rindenbaststoffe gegenwärtig nur noch zu zeremoniellen Anlässen getragen zu werden, so z. B. zum zehnjährigen Jubiläum der Krönung des jetzigen Kabaka von Buganda( s. im Netz unter myuganda.co.ug)
Ob man in Uganda andere Verwendungsmöglichkeiten nutzt, konnte ich nicht mit Sicherheit feststellen, die Verwendung bei Bestattungen ist anscheinend aufgegeben worden.
Dennoch hat die Produktion von Rindenbaststoff im 20. Jh. nie ganz aufgehört, und zwar dank der Nachfrage durch
ausländische Besucher: „Europeans, since the early colonial era, have been using barkcloth, as it is mentioned in the
midnineteenth century as roofing for temporary shelters. When Whites could attain it, they used barkcloth as wall panelling, cushion coverings, chair seats, blotter pads, book marks, etc.
In recent decades tourist souvenirs of barkcloth have utilized barkcloth like paper, as a surface to have calendars, maps, and book covers printed on it.” (S. 84)
Das schrieb E. C. Burt 1995 und befürchtete, dass diese Handwerkskunst wohl ganz verschwinden würde. Aber augenscheinlich behält er damit nicht recht.
Anhang
I.Weitere Beschreibungen des Herstellungsprozesses finden sich z. B. bei
Burton S.320 (1860 – Zwischenseengebiet), Speke S.154 (1863 – Uganda), Grant S.60 (1864 – Buganda), Baker S.262 (1874 – Uganda), Cameron I, S.164 (1877 – Nyamwezi),
Wilson/Felkin I,S.177ff. (1882 – Uganda), Emin S.4f. (1884 – Uganda), Ashe S.300f. (1889 – Buganda), Junker II, S.539f. (1890 – Mangbetu), Kollmann S.21f. (1898 – Buganda),
Kandt S.371f.(1904 – Ruanda), Werner S.48f. (1906 – Rhodesien), Weule S.50f. (1908 – Makua), Joyce/Thomas S.239 (1908 – Uganda), Meyer S.31 (1916 – Burundi),
Schweinfurth S.342f. (1918 – Mangbetu), Junod S.48f. (1936 – Vachopi), Chanell S.153f. (1962, Buganda), Picton/Mack S. 42f. (1989), Burt S.80ff. (1995),
Schienerl S.23ff. (1997), Helfensteller S.102f. (1999).
II. Die Literatur und das Internet halten eine ganze Reihe von einschlägigen Abbildungen bereit, sie zeigen
1. das Abschälen der Bäume: M. Weiss Abb. 351 und 352, S. 436f., Weule 1908a, S. 336, Kimwani S. 87f., Picton/Mack S. 39f., Helfensteller S. 103;
2. die Bearbeitung des Bastes: Weule 1908a, S. 336, M. Weiss S. 439, Kandt S. 44, Werner S. 48, Kirkland neben S. 196, de Schlippe Pl. 15, Buschan II, S. 380, Coquet S. 140;
3.Träger von RindenbaststoffKleidung: Speke 1863, S. 292, Wood S.457, 459, 463, 465, Cunningham S.91, 139, 161, Ansorge S.91, Kirkland neben S 54, Koch Fig. 3, 6, 10, 12,
Roscoe 1921, Pl. III, Jünger T. 9, Nr. 2 und 3, Picton/Mack S.42, Gillow S.172;
4. ungemusterte Rindenbaststoffe: Sieber S.158, Gillow S.173
und die InternetSeiten des American Museum of Natural History New York (anthro.amnh.org), des Peabody Museum (www.peabody.harvard.org), des Rijksmuseum voor Volkenkunde Leiden (www.rmv.nl)
und der Royal Botanic Gardens Kew (www.kew.org);
5. gemusterte Stoffe: Schoeller II, T. 82 und 83, Sieber S.157, Schildkrout/Keim Nr. 7.237.25, Picton/Mack S.167, Gillow S.172,
Coquet Abb. 125, 126, 128, 131, 132, Schienerl Abb 29 und 30,
dazu Internet-Seiten anthro.amnh.org, www.kew.org und www.molli.org.uk (Royal Albert Memorial Museum Exeter)
6. Klopfer:
Speke 1864, I, S.108, Weule 1908b, T. 19, Abb. 1 und 2, Lanning Fig. 1 und 2,
InternetSeiten anthro.amnh.org, www.peabodyharvard.org, southernsudan.prm.ox.ac.uk (Pitt Rivers Museum Oxford).
Literaturverzeichnis
Ankermann, Bernhard 1905 Kulturkreise und Kulturschichten in Afrika. Zeitschrift für Ethnologie (Berlin) 37, 5465
Anonymus
1893 Bark Cloth of Uganda. The Journal of the Anthropological Journal of the Anthropological Institute of Great Britain and Ireland (London) 22, 145f.
Ansorge, W.J. 1899 Under the African Sun. London
Ashe, Robert P. 1889 Two Kings of Uganda. London
Baker, Samuel W. 2004 (1874) Ismailia – A Narrative of the Expedition to Central Africa for the Suppression of the Slave Trade. o.O.
(London), Repr.
Baumann, Oscar 1894 Durch Massailand zur Nilquelle. Berlin
Blohm, Wilhelm 1931 Die Nyamwezi – Land und Wirtschaft. Hamburg
Brock, R. G. C.
1918 Some Notes on the Zande Tribe. Sudan Notes and Records (Khartoum) 1, 249262
Burt, Eugene C. 1995 Barkcloth in East Africa. Textile History (Newton Abbot) 26/1, 7588
Burton, Richard F.
1860 The Lake Regions of Central Africa. New York
Buschan, Grorg o.J. Die Sitten der Völker. Bd. II Stuttgart, Berlin, Leipzig
Cameron, Verney L.
1877 Quer durch Afrika. Bd. I Leipzig
Chanell, J. W. 1962 Bark Cloth Makers of Buganda.
Corona, the Journal of Her Majesty’s Oversea Civil Service 14, 153f.
Cory, H. & M. Hartnoll 1945 Customary Law of the Haya Tribe. London
Coquet, Michèle 1993 Textiles Africains. Paris
Cunningham, J. F. 1905 Uganda and its Peoples. London
Czekanowski, Jan 1911 Forschungen im NilKongoZwischengebiet. Bd. 3,
EthnographischAnthropologischer Atlas Leipzig Czekanowski, Jan
1917 Forschungen im NilKongoZwischengebiet Bd. 1, Ethnographie, Zwischenseengebiet MpororoRuanda Leipzig
Decle, Lionel 1900 Three Years in Savage Africa. London
Deutsch, Jürgen
1957 Die Zahlungsmittel der Naturvölker in Afrika. Inaug. Diss. Marburg/Lahn
Emin Bei 1884 Über Handel und Verkehr bei den Waganda und Wanyoro. Ausland (Stuttgart) 57/1, 16
Emin Pascha
1888 Eine Sammlung von Reisebriefen und Berichten Dr. EminPascha’s aus den ehemals ägyptischen Aequatorialprovinzen. hg. von Georg Schweinfurth und Friedrich Ratzel Leipzig
EvansPritchard, E. E.
1971 The Azande. Oxford
Fallers, Margaret C. 1960 The Eastern Lacustrine Bantu. (Ethnographic Survey of Africa / East Central Africa XI) London
Fallers, Margaret C. (ed.)
1964 The King’s Men, London. London, New York, Nairobi
Felkin, Robert F. 1886 Notes on the Waganda Tribe of Central Africa. Proceedings of the Royal Society of Edinburgh (Edinburgh)13, 699770
Fonck, H. 1900 Über Waffen, Geräthe, Trachten etc. in Urundi und Ruanda, Mittheilungen von Forschungsreisenden und Gelehrten aus den Deutschen Schutzgebieten (Berlin) 13, 128131, 9 Tafeln
Gillow, John 2003 African Textiles. London
Grant, James Augustus 1864 A Walk across Africa. Edinburgh / London
Hallfell, Matthias Uganda – Eine Edelfrucht am Missionsbaum der katholischen Kirchen. Freiburg i. Br.
Hartwig, Gerald W. 1976 The Art of Survival in East Africa. New York / London
Hattersley, C. W. 1908 The Baganda at Home. London
Helfensteller, Anne Lubugo ...wie die Erde Afrikas / Rindenstoffherstellung in Uganda. Kleine Beiträge aus dem
Staatlichen Museum für Völkerkunde Dresden (Dresden) 17, 101 107
Herrmann, Karl 1894 Aus dem deutschostafrikanischen Schutzgebiete. Mitteilungen aus den deutschen Schutzgebieten (Berlin) 7,
4359 Johnston, Harry 1902 The Uganda Protectorate. Bd. II London
Johnston, Harry 1908 George Grenfell and the Congo. Bd. II London
Joyce, T. Athol and N. W. Thomas
1908 Women of All Nations. London u. a.
Jünger, Alexander 1926 Kleidung und Umwelt in Afrika. Leipzig
Junker, Wilhelm 1890 Reisen in Afrika. Bd. II Wien / Olmütz
Junod, HenriPhilippe The Vachopi of Portuguese East Africa. (The Bantu Tribes of South Africa, Vol IV, Section II, Plates XLILXXX) Cambridge / Kimberley
Kagwa, Apolo
1934 The Customs of the Baganda. New York
Kandt, Richard 1904 Gewerbe in Ruanda. Zeitschrift für Ethnologie (Berlin) 36, 329372
Kimwani, George
1951 A Pictorial Description of the Manufacture of Barkcloth in the Bukoba District. Tanganyika Notes and Records (Dar es Salaam) 30, 8598
Kirkland, Caroline 1908 Some African Highways. Boston
Koch, Robert 1908 Anthropologische Beobachtungen gelegentlich einer Expedition an den ViktoriaNyanza. Zeitschrift für Ethnologie ( ) 40, 449 468
Kollmann Paul
1898 Der Nordwesten unserer Ostafrikanischen Kolonie. Berlin
Lanning, E. C. 1959 BarkCloth Hammers. Uganda Journal (Kampala) 23/12, 7983
Lugard, Frederick D.
1900 The Story of the Uganda Protectorate. London
v. Luschan, Felix 1918 Zusammenhänge und Konvergenz. Wien
Mackay, Alexander M. 1892 PionierMissionar von Uganda. Leipzig
Mair, Lucy P. 1934 An African People in the Twentieth Century. London
Meyer, Hans 1916 Die Barundi. Leipzig
Niggemeyer, Hermann 1966 Baststoffe und Gewebe. Frankfurt am Main
Nsimbi, M. B. 1956 Village Life and Customs in Buganda. Uganda Journal (Kampala) 20, 2736
Picton, John u. John Mack 1989 African Textiles. London
Portal, Gerald
1894 The British Mission to Uganda. London
Ratzel, Friedrich 1885 Völkerkunde Bd. I Leipzig
Reikat, Andrea 1997 Handelsstoffe. (Studien zur Kulturkunde 105) Köln
Rehse, Hermann 1910 Kiziba Land und Leute. Stuttgart
Roscoe, John 1911 The Baganda. London
Roscoe, John 1921 TwentyFive Years in East Africa. Cambridge
Roscoe, John 1923a The Bakitara or Banyoro. Cambridge
Roscoe, John 1923b The Banyankole. Cambridge
Roscoe, John 1924 The Bagesu. Cambridge
Rusch, Walter
1975 Klassen und Staat in Buganda vor der Kolonialzeit. Berlin
Schienerl, Jutta 1997 Der Stoff, der in den Bäumen wächst. Oldenburg
Schildkrout, Enid and Curtis A. Keim
1990 African Reflections / Art from Northeastern Zaire. New York
de Schlippe, Pierre 1956 Shifting Cultivation in Africa. London
Schoeller, Max
1904 Mitteilungen über meine Reise nach ÄquatorialOstAfrika und Uganda 18961897. Bd. II Berlin
Schurtz, Heinrich1
1891 Die geographische Verbreitung der Negertrachten. Internationales Archiv für Ethnographie (Leiden) 4, 139153
Schweinfurth, Georg 1918 Im Herzen von Afrika. Leipzig, 3. Auflage
Sieber, Roy 1972 African Textiles and Decorative Arts. New York
Speke, John Hanning 1863 Journal of the Discovery of the Source of the Nile. London Stuhlmann, Franz
1894 Mit Emin Pascha ins Herz von Afrika. Berlin Stuhlmann, Franz
1909 Beiträge zur Kulturgeschichte von Ostafrika. Berlin Stuhlmann, Franz
1910 Handwerk und Industrie in Ostafrika. Hamburg Taylor, Brian K.
1962 The Western Lacustrine Bantu. (Ethnographic Survey of Africa – East Central Africa XIII) London
Thompson, A. D. F. 1934 Bark Cloth Making in Buganda. Uganda Journal (Kampala) 1/1, 1721
Tosh, John The Northern Interlacustrine Region. S.102118 in: R. Gray, and Birmingham, D. (eds.): PreColonial African Trade London
Trowell, Margaret and K. P. Wachsmann
1953 Tribal Crafts of Uganda. London, New York, Toronto
Tucker, Alfred R. 1912 Achtzehn Jahre in Uganda und Ostafrika. Bd. I Dresden
Weiss, Brad
1996 Dressing at Death: Clothing, Time, and Memory in Buhaya, Tanzania. S.133154 in: Hendrickson, H. (ed.): Clothing and Difference. Durham / London
Weiß, Max
1910 Die Völkerstämme im Norden DeutschOstafrikas. Berlin
Werner, A. 1906 The Natives of British Central Africa. London
Weule, Karl 1908a Negerleben in Ostafrika. Leipzig
Weule, Karl 1908b Wissenschaftliche Ergebnisse meiner Ethnographischen Forschungsreise in den Südosten DeutschOstafrikas. Mitteilungen aus den Deutschen Schutzgebieten Ergänzungsheft 1 (Berlin)
Wilson, Charles T. and Robert W. Felkin
1882 Uganda and the Egyptian Sudan. Bd. I London
Wood, J. G. 1868 The Natural History of Man – Afrika. London
van Zwanenberg, R. M. A. and Anne King 1975 An Economic History of Kenya and Uganda. London / Dar es Salaam
|