HERBST-TREFFEN 2016: im Kloster Irsee

23. bis 25. September

Diesmal findet das Treffen in einer aussergewöhnlichen, urig-gemütlichen Umgebung statt. Wichtig: Anmeldeschluss ist der 30.06.2016. Danach vergibt das Hotel nicht gebuchte Zimmer anderweitig. Vorsichtshalber bitte unbedingt buchen!

EUCOPRIMO-Treffen vom 23. – 25. 09. 2016
Hotel Irseer Klosterbrauerei
87660 Irsee / Allgäu
Tel :   08341 – 432200
Fax:   08341 – 432269
Ansprechpartner im Hotel: Frau Häfner
e-mail:  (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen)

–>> Hotel Klosterbrauerei

 Empfehlung: Tagungsband ‚Archaeology of Money‘

Bücher Archaeology of Money img110

 ISBN 978­0­9574792­3­4

This volume contains papers presented at a workshop on The Archaeology of Money held in 2013 at the University of Tübingen, as part of the University of Leicester’s Leverhulme Trust funded Tracing Networks programme. The contributors offer insights into the study of money from both archaeological and anthropological perspectives, ranging from notions of value and varying material manifestations of monetary objects, to the multiplicity of functions these can perform as economic, social and ritual media in different cultural contexts.The broad geographical and chronological spread of the papers, from prehistory to the present day, provides a comparative approach to the archaeology of money, exploring the trajectories by which money and coin use developed, emphasizing distinctive cultural features and regional variations, and challenging perceived views of the economic functions of money.

–>   THE ARCHAEOLOGY OF MONEY

(bei: http://shop.le.ac.uk/ )

Bericht zum Herbsttreffen 2015 in Bonn

vom 2. – 4. Oktober im President Hotel

Bekanntlich wussten die alten Römer schon sehr gut, wo es schön war in ihrem großen Reich. Wegen der schönen Umgebung und wegen des guten Klimas hieß Bonn damals „Castell Bonum“, das gute Castell.  Der Durchfluss des Rheins durch das Bonner Tal erhöht nämlich die durchschnittliche Wintertemperatur um etwa 3 Grad gegenüber anderen Gegenden desselben Breitengrades in Deutschland. So hat sich angeblich der Name Bonn entwickelt. Und wie zum Beweis zeigte sich die Stadt auch uns von ihrer schönsten Seite und bei sehr angenehmem Herbstwetter.

So konnten sich am Freitag die Mitglieder im Sonnenschein auf der Hotelterrasse treffen und die neuesten Sammlerinformationen austauschen.

Am Samstagvormittag gingen wir fast geschlossen zum Rheinischen Landesmuseum Bonn. Sehr sachkundige Führungen standen zu den verschiedenen Ausstellungs-Themen des Museums zur Verfügung.

Zur archäologische Landesausstellung NRW  „REVOLUTIONjung-STEINZEIT“ äussern sich die Ausstellungsmacher wie folgt: „ …. mit dem Ende der letzten Eiszeit, vollzog sich jedoch ein fundamentaler Wandel: Der Mensch wurde sesshaft, errichtete Siedlungen mit festen Gebäuden, begann Getreide anzubauen und Vieh zu züchten. Diese jungsteinzeitliche Revolution ist für die Menschheitsgeschichte noch bedeutender als die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts. Sie steht am Anfang der modernen Zivilisation in Europa und ist zugleich Ausgangspunkt für viele Errungenschaften aber auch Probleme unserer Gegenwart.“

Entsprechend gross war das Interesse der EUCOPRIMO-Besucher.

Anschließend durften wir eine private Sammlung mit Schwerpunkt Afrika sehen und bewundern. Es war ein ganz besonderes Erlebnis. Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich für die Einladung und für die kundige Führung durch diese außergewöhnliche Sammlung.

Die sich anschließende Börse im Hotel war gut besucht. Unter anderem präsentierten sich zwei neue Mitglieder der EUCOPRIMO.

Gute Angebote standen guter Kauflaune gegenüber, so dass fast alle mit dem Verlauf der Börse zufrieden waren. Auch wurde, wie immer, viel auf fachlich hohem Niveau diskutiert. Wie immer störten leider vorzeitige Besucher den Aufbau der Börse….

Am Abend fand die Mitgliederversammlung statt. Herr Dr. Menzel-Severing, der dankenswerterweise das Treffen in Bonn organisiert hatte, überraschte uns mit einem humorvollen Vortrag, der zum Schmunzeln und Lachen animierte. Wir erhielten ein gutes Beispiel für die Rheinische Frohnatur und tiefe Einblicke in das Wesen der Rheinländer.

Der Sonntagvormittag diente der Verabschiedung der Mitglieder mit den besten Wünschen für ein gesundes Wiedersehen anlässlich des Treffens vom 22. – 24. April 2016 in Chemnitz.

Ein Teil der Mitglieder ließ es sich jedoch nicht nehmen, vor der Heimfahrt das Missionsmuseum der Steyler Missionare in St Augustin zu besuchen. Wir waren zu einer sehr informativen Führung angemeldet worden, die den perfekten Abschluss der durchwegs interessanten Tagung bildete.

„Kauri, Gold und Cybercoins“

Ausstellung der österreichischen Nationalbank
(bis 29.1.2016)

( -> https://www.oenb.at/Termine/Terminarchiv-2015/2015/ausstellungseroeffnung-2015-16-02.html)

Im imposanten Gebäude  der österreichischen Nationalbank in Wien wird im Rahmen einer Sonderausstellung „Kauri, Gold und Cybercoins“ noch bis zum  29.1.2016 die Entwicklung der Währung von den Anfängen (Tauschhandel) bis in die jüngste Gegenwart gezeigt. Im Fokus steht dabei die Geldgeschichte von Österreich. Die speziell hierzu zu bewundernden Objekte würden sicher die Numismatiker erfreuen, „Primitivgeld“ oder nicht- münzliche  Zahlungsmittel sind diese weitgehend nicht  – wenn man von dem sich eigentlich einer Einordung als Münze fast entziehenden Dukatenstern aus Klausenburg absieht.

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Für uns Primitivgeld-Sammler interessant ist aber die mit schönen Objekten ausgestattete Abteilung „Prämonetäre  Zahlungsmittel“.

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Gezeigt werden u.a. Hunde(reiß)zähne aus der Südsee, die lt. Text zur Ausstellung in Neuguinea nach wie vor als Tauschmittel verwendet werden, Kauris natürlich, verschiedenen Beispielen für Gerätegeld und ein geradezu perfekter Geldring aus Papua Neuguinea.

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Selbstverständlich sind auch Manillen einschließlich einer Birmingham Manilla und eine Tigerzunge zu sehen. Die Ausstellung zeigt auch Schlangengeld aus Burkina Faso, das noch bis ins 20.Jh. als Zahlungsmittel, aber auch zum Schutz vor Schlangenbissen in Gebrauch war.

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(Diese Entdeckung lässt die Autorin hoffen, dass ihre vor Jahren auf einem Weihnachtsmarkt bei einem Stand mit afrikanischen Objekten erstandene rostige Schlange doch Geld sein könnte.)

Etwas dürftig war allerdings das Beispiel für „Kissypennies“: Das einzige Stück auf einem Podest sah doch etwas arm aus. Da passte die weitere Bezeichnung als „Seelengeld“ ganz gut…
Ausstellung 10.2015 Wien 5 (Large)Buchstäblich als Hintergrund finden sich informative Fotos, auch ein Kfz-Zeichen von der Insel Yap, wie diese vor Jahren bei Auktionen auftauchten. Aber offenbar will sich niemand mehr von diesen originellen Schildern trennen, denn sie sind kaum mehr im Angebot.

In einem Fenster, das den chinesischen Cash-Münzen gewidmet ist, findet sich neben auf eine Schnur aufgezogenen Münzen  ein (nicht altes)  „Münzschwert“, bestehend aus 85 antiken Cash –Münzen.

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Solche Schwerter sollen Amulette für Jungvermählte  und Schwangere sein  -warum auch immer man diese Form gewählt hat. Da kann man nur spekulieren; im Internet lässt sich unter numismatikforum.de einiges dazu finden.

Ch.S-L.  Wien, 6.10.2015

Buch-Empfehlung: Marco Polo was in China

BÜCHER MARCO POLO WAS IN CHINA 2015 Vogel, Hans U (Large)

Marco Polo was in China
New evidence from currencies, salts and revenues
(Leiden, 2013)

von Hans Ulrich Vogel

ISBN 978-90-04-23193-1  (Leinen gebunden)
ISBN 978-90-04-23698-1 (e-book)

Im Internet bei  < www.abebooks.de > incl. Porto ab 110,– € zu beziehen (gebundene Ausgabe).
XXXII + 643 Seiten mit Karten sowie einzelnen sw und farbigen Illustrationen. Der Autor unternimmt ein gründliches Studium der Zahlungsmittel (Kauri, Salz u.a.) der chinesischen Provinz Yuan, wobei er die Daten aus Marco Polos Manuskript mit chinesischen Quellen vergleicht. Daraus ergeben sich neue Hinweise darauf, dass sich der Venezianer tatsächlich in Khubilai Khans Reich aufgehalten hat.
(R. Denk)

Buch-Empfehlung: The things we value

BÜCHER THE THINGS WE VALUE 2015 Burt & Bolton (Large)

Culture and history in Solomon Islands
(Canon Pyon, 2014)

 Ben Burt and Lissant Bolton (eds)
ISBN 978-1-907774-21-8 (hard cover)

Im Internet u.a. bei <www.abebooks.de> incl. Porto ab 105,– € zu erwerben.

12 namhafte Einzelautoren mit Beiträgen zu Zahlungs- und Wertobjekten der Salomonen.
149 Seiten, viele Übersichtskarten sowie zahlreiche sw und farbige Abbildungen (nicht in der besten Qualität wie bei diesem Preis eigentlich zu erwarten gewesen wäre). Sehr informative Texte, die den aktuellen Wissensstand abbilden.
(R. Denk)

Bericht zum Frühjahrs-Treffen in Wernigerode

Zusammenfassung:

  • HKK Hotel und Sightseeing in Wernigerode: Modernes Event-Hotel direkt am Rand der Altstadt
  • Sehr guter Service, grosszügige Säle, sehr gutes Essen vereint mit dem Flair des historischen Stadtbilds
  • Vereins-Organisator und Hotel haben die vielenTeilnehmer (ca. 80 Mitglieder) so richtig verwöhnt
  • Frühlingswetter trägt zur guten Stimmung bei
  • Viele Teilnehmer nutzten die Möglichkeit Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in nächster Umgebung zu besuchen – auch vor und nach dem eigentlichen Treffen
  • Hohe Qualität der präsentierten Objekte
  • Ein Vortrag mit vielen neuen Details zum Thema „MANILLEN“ belegt wieder einmal, dass auch bei alt-bekannten Sammel-Objekten das geschichtliche Umfeld noch nicht vollständig erforscht ist
 ÜBER ALLEM THRONT DAS SCHLOSS WERNIGERODE


ÜBER ALLEM THRONT DAS SCHLOSS WERNIGERODE

 BESCHAULICHES STADTBILD - NOCH OHNE GROSSEN ANSTURM VON TOURISTEN


BESCHAULICHES STADTBILD – NOCH OHNE GROSSEN ANSTURM VON TOURISTEN

 PLASTIKEN FINDEN SICH ÜBERALL IN DER ALTSTADT


FANTASIEVOLLE PLASTIKEN FINDEN SICH ÜBERALL IN DER ALTSTADT

 UNZÄHLIGE SEHENSWÜRDIGKEITEN IN NÄCHSTER UMGEBUNG: HIER DER DOM IN HALBERDTADT


UNZÄHLIGE SEHENSWÜRDIGKEITEN IN NÄCHSTER UMGEBUNG: HIER DER DOM IN HALBERSTADT

 EIN RAUM ZUM MEDITIEREN ...


EIN RAUM ZUM MEDITIEREN …

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TREFFEN 2015 WERNIGERODE 13-_DSC5959

 

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 "AFRIKANISCHE DÄMMERUNG" BEI DER PRÄSENTATION VON OBJEKTEN


„AFRIKANISCHE DÄMMERUNG“ BEI DER PRÄSENTATION VON OBJEKTEN

 ... EINE PLASTIK ENTWICKELT SICH ZUM MARKENZEICHEN!


… EINE PLASTIK ENTWICKELT SICH ZUM MARKENZEICHEN!

 AUCH DIE MODERNE IST VERTRETEN


AUCH „DIE MODERNE“ IST VERTRETEN

Mit etwas Glück konnte man auch bei diesem Treffen seinem Traum-Objekt “begegnen”. Der Vortrag brachte nicht nur wertvolle Informationen zu den untersuchten Manillen: er zeigte, wie auf der Basis langjähriger Erfahrung und mit hartnäckigem Recherchieren auch in vermeintlich ausgeforschten Gebieten noch Neues zu Tage gebracht werden kann. In der Diskussion zum Vortrag hat das  gebündelte Wissen von Mitgliedern noch weitere Hinweise gebracht. Es ist zu erwarten, dass die Ergebnisse gelegentlich der Allgemeinheit als Beitrag im PRIMITIVGELDSAMMLER zugänglich gemacht werden. Das Treffen war wieder einmal ein echter Höhepunkte des Jahresprogramms unseres Vereins.

Ausstellungs-Hinweis: Tanz der Ahnen

Kunst vom Sepik in Papua-Neuguinea
18. März bis 14. Juni 2015

Die Berliner Festspiele laden zu einer Ausstellung in den Martin-Gropius-Bau in Berlin ein: „Erstmals stehen Kunstwerke aus Ozeanien im Zentrum einer Ausstellung des Martin-Gropius-Bau. Sie kommen aus einem Gebiet am Mittel- und Unterlauf des Flusses Sepik in Papua-Neuguinea. Etwa 220 Kunstwerke von zwölf Leihgebern – die bedeutendsten Museen Europas sind beteiligt – werden zu sehen sein. Die Ästhetik der Kunst der Sepikregion hat schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts europäische Wissenschaftler und Künstler fasziniert. Berlin war mit Basel ein Zentrum der Sepik-Forschung.“

Copyright: Berliner Festspiele

Copyright: Berliner Festspiele

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